Persönlichkeiten
Leipziger Persönlichkeiten – Alphons Stübel
Moritz Alphons Stübel wurde am 26. Juli 1835 in Leipzig geboren. Seine Mutter starb bereits 1836 und nach dem Tod des Vaters 1849 wurde Stübel zusammen mit seinen beiden Schwestern Ida und Helene vom Bruder des Vaters, dem Stadtgerichtsrat Carl Julius Stübel, erzogen. 1854 legte er das Abitur ab und begann mit dem Studium der Chemie und Mineralogie an der Universität Leipzig, das er 1859 in Heidelberg weiterführte.Während eines Aufenthalts in Italien Ende der 1850er-Jahre hatte sich Alphons Stübel mit Vulkanen beschäftigt. Stübel hielt sich bis Mitte der 1860er Jahre unter anderem in Marokko und auf Madeira auf, wo er weitere vulkanologische Untersuchungen durchführte. 1865 lernte er Wilhelm Reiß kennen, mit dem Stübel mehrere Forschungsreisen unter anderem nach Griechenland und Südamerika unternahm. Beide waren auch archäologisch aktiv.
1877 kehrte Alphons Stübel nach Dresden zurück. In den folgenden Jahren veröffentlichte Stübel zahlreiche Werke kulturhistorischen und ethnologischen Inhalts, so 1892 „Die Ruinenstätte von Tiahuanaco im Hochlande des alten Perú“. 1878 wurde Alphons Stübel Mitglied der Leopoldina und er war korrespondierendes Mitglied des Thüringisch-Sächsischen Vereins für Erdkunde.
Alphons Stübel starb am 10. November 1904 in Dresden. Bereits zu Lebzeiten hatte Alphons Stübel Sammlungen seiner Reisen in Südamerika verschiedenen Museen übereignet, so dem Grassimuseum Leipzig, dem Museum für Völkerkunde in Dresden und dem Museum für Völkerkunde Berlin. Ein umfangreicher Nachlass Stübels befindet sich im Archiv für Geographie des Leibniz-Instituts für Länderkunde in Leipzig. Nach Alphons Stübel ist ein Kegel des Vulkans Ksudatsch in Kamtschatka benannt.
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Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alphons_St%C3%BCbel#/media/Datei:Moritz_Alphons_St%C3%BCbel.jpg
Quelle:
www.wikipedia.de
Horst Riedel: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, 2005
Autor: Mirko Seidel am 17. Aug. 2022 18:37, Rubrik: Persönlichkeiten, Stadt Leipzig, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,