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2025 – Grimma feiert
Im Jahr 2025 gibt es für die Stadt Grimma drei Gründe zum feiern – 825 Jahre Ersterwähnung von Grimma, 750 Jahre Höfgen und 475 Jahre Gymnasium St. Augustin. Die Stadt Grimma hat ein Jahresprogramm veröffentlicht, das zum Mitfeiern einlädt.Um 1200 begann die Einwanderung deutscher Siedler in das Gebiet an der Mulde, das bereits von Slawen besidelt war. Die strategisch günstige Lage an der Mulde veranlasste 1170 Markgraf Otto von Meißen, eine Siedlung in der Flussaue anzulegen. 1220 erhielt Grimma das Stadtrecht.
Im Schloss Grimma residierten häufig Markgrafen von Meißen und sächsische Kurfürsten. Albrecht wurde als jüngerer Sohn des Kurfürsten Friedrich II. von Sachsen, des Sanftmütigen, am 31. Juli 1443 im Schloss zu Grimma geboren. Albrecht gründete nach der Leipziger Teilung von 1485 die albertinische Linie des Hauses Wettin. 1458 stiftete Kurfürst Friedrich II. von Sachsen auf dem Landtag in Grimma die Leipziger Neujahrsmesse.
Die ältesten Zeugen der Besiedlung von Höfgen sind zwei Wallburgen. Eine erste hölzerne Kapelle wird um 1100 sowie ein kleiner romanischer Kirchenbau aus Stein um 1250 angenommen. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Höfgen erfolgte 1275. Um 1450 wurde die Kapelle zur Kirche erweitert und der 16m hohe Turm angebaut.1287 beginnen Augustinermönche an der Mulde mit dem Bau eines Klosters. In Folge der Reformation verließen die Mönche 1541 das Kloster, das in den Besitz des Landesherren Kurfürst Moritz von Sachsen kam. 1543 erließ Moritz die „Neue Landesordnung“, die die Umwandlung von drei Klöstern in Landesschulen vorsah – St. Afra in Meißen, Kloster Pforta bei Naumburg und St. Augustin in Grimma.
1550 wurde die Landesschule Grimma gegründet. 1820 erfolgte der Abbruch des alten Schulgebäudes, mit Ausnahme der Klosterkirche. Eine Schule wurde gebaut und 1828 eingeweiht. 1891 entsteht der noch heute existierende Schulneubau unter König Albert von Sachsen.Mit der einsetzenden Schulreform 1945 geht der Charakter der Schule verloren, der Unterricht orientierte sich auf die sozialistische Erziehung und führte zum rigorosen Bruch mit der jahrhundertelangen humanistischen Tradition. 1974 erhielt die Schule erhält den Namen des Antifaschisten und Kommunisten Ernst Schneller.
1989 beginnen die Überlegungen zur Neugestaltung der Schule, anknüpfend an die Landesschultradition und damit verbunden die Umbenennung in „Gymnasium St. Augustin zu Grimma“. Zu den berühmten Schülern gehören der Kirchenlieddichter Paul Gerhardt, der Dichter Christian Gottfried Körner, der Politiker Wilhelm Külz und die Fernsehmoderatorin Carmen Nebel.
Autor: Mirko Seidel am 11. Feb. 2025 19:25, Rubrik: Artikel, Artikel & Berichte, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,